„Die Liebe ist ein Erleben des anderen in der eigenen Seele.

Wo Liebe, wo Mitgefühl sich regen im Leben,

vernimmt man den Zauberhauch des die Sinneswelt

durchdringenden Geistes.“  (Rudolf Steiner)

 

Das Wort Liebe ist wohl eines der Worte, das am häufigsten völlig falsch interpretiert wird.
So benutzen wir es, wenn wir etwas gerne haben, und diesem „gerne haben“ noch eine Steigerung verpassen wollen. Das kann sich sowohl auf Dinge beziehen, als auch auf Menschen oder Tiere.
Was hier in der Regel allerdings gemeint ist, „es tut mir gut“.
Das sich das bereits geschilderte auch auf Dinge bezieht, die wir fälschlicherweise mit „ich liebe…“ bezeichnen, hatte ich bereits erwähnt, soll hier aber nicht weiter erläutert werden, denn hier lässt sich sicherlich noch am einfachsten der Missbrauch dieses Wortes feststellen.

Es soll in diesem Beitrag um die Liebe zu Menschen gehen.

Ist es nicht so, dass in vielen Partnerschaften zwar von Liebe gesprochen wird, jedoch lediglich Bindungen bzw. Abhängigkeiten dahinterstecken? Aber der Reihe nach.

Wenn sich zwei Menschen kennenlernen, so spielt in der Regel zuerst einmal die Optik die größte Rolle, bzw. entscheidet darüber, ob wir das Gegenüber näher kennenlernen wollen. Nach einiger Zeit, manchmal auch nach sehr kurzer (Liebe auf den ersten Blick) ist dann bereits von Liebe die Rede.

Allerdings stellt sich hier die Frage, handelt es sich hierbei um die Liebe, von der Rudolf Steiner in seinem Vers schreibt?

Ich denke, das ist durchaus möglich, jedoch nur dann, wenn beide Menschen „die Hosen runtergelassen haben“. Dies meine ich allerdings ohne jeglichen sexuellen Hintergedanken, vielmehr ist dies sprichwörtlich zu verstehen.
Es geht darum, dass beide Menschen sich auf einer Ebene begegnen, die jenseits unserer egozentrischer Ich-Vorstellung liegt. Denn nur dann, ist es möglich, die andere Person wirklich kennenzulernen.

Liebe ist bedingungslos und ohne Erwartung jeglicher Gegenleistung.
Liebe verschwindet nicht einfach.
Liebe lässt frei.

Auch verschwindet diese Liebe nicht einfach wieder so wie sie gekommen ist, denn wo sollte sie denn hin?
Dieses Phänomen tritt nur dann auf, wenn es sich eben um irgendwelche Bindungen oder Abhängigkeiten oder auch Begehrlichkeiten handelt.
Verändert sich an diesen Umständen dann irgendetwas, so ist es dann auch schnell mit der „Liebe“ vorbei, und es wird eine andere Person gesucht, die das gibt, was gerade benötigt wird.

Am besten lässt sich die Liebe von der hier die Rede sein soll mit der Mutterliebe beschreiben. Auch wenn der Lausebengel die eine oder andere Dummheit anstellt, oder scheinbar die Liebe nicht erwidert, so ist ihm in der Regel trotzdem die Liebe der Mutter weiterhin sicher.

In diesem Sinne, machen Sie Ihrem Partner nichts vor, denn er bemerkt es sowieso irgendwann, ausserdem kostet das aufrechterhalten einer Maske unheimlich viel Energie.
Sollte es jemandem ernst sein, nimmt er Sie wie Sie sind!

Liebe
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